Porträt von Sandra Krone
Über den Autor: Sandra Krone

Sandra Krone ist Partnerin und Gründerin von OLDSCHOOLSEO. Ihre Arbeit beginnt bei der Analyse der Nutzerintention und der Content-Strategie, um daraus die Anforderungen für die redaktionelle und technische Umsetzung abzuleiten.

Visuelles Content-Marketing: Strategischer Einsatz von Bildern und Grafiken

Warum sind visuelle Inhalte mehr als nur Dekoration?

Antwort: Visuelle Inhalte sind ein integraler Bestandteil der Content-Strategie. Das menschliche Gehirn verarbeitet Bilder schneller als Text. Visuelle Elemente dienen dazu:

  • Aufmerksamkeit zu fesseln.
  • Lesbarkeit zu verbessern, indem sie Textblöcke unterbrechen.
  • Verständlichkeit zu erhöhen, indem sie komplexe Informationen vereinfachen.
  • Emotionen zu transportieren.

Welche Arten von visuellen Inhalten gibt es und welchen Zweck erfüllen sie?

Antwort:

  • Screenshots: Für Anleitungen und Software-Erklärungen.
  • Infografiken: Zur Darstellung von Daten, Statistiken oder Prozessen.
  • Diagramme und Graphen: Zur Visualisierung von Daten und Untermauerung von Argumenten.
  • Stockfotos: Zur Erzeugung einer Stimmung oder Illustration eines abstrakten Punktes.
  • Individuelle Illustrationen und Icons: Zur Stärkung des Marken-Brandings.
  • Animierte GIFs: Zur schnellen Demonstration von Prozessschritten.

Wie werden visuelle Inhalte strategisch im Text platziert?

Antwort:

  • Hero-Image: Ein starkes Bild am Anfang des Artikels, das das Thema visuell zusammenfasst.
  • Zur Unterbrechung von Textblöcken: Nach jeweils 3-4 Absätzen, um die Seite aufzulockern.
  • Direkt zur Erklärung: Ein Screenshot oder Diagramm sollte direkt nach dem Textabschnitt platziert werden, den es erklärt.
  • Als Zusammenfassung: Eine Infografik kann am Ende eines Artikels die wichtigsten Punkte zusammenfassen.

Welche technischen SEO-Aspekte sind bei Bildern zu beachten?

Antwort:

  • Dateigröße: Bilder müssen komprimiert werden (z.B. im WebP-Format), um die Ladezeit nicht zu beeinträchtigen.
  • Dateiname: Der Dateiname sollte kurz, beschreibend und das relevante Keyword enthalten (z.B. on-page-seo-checkliste.webp).
  • Alt-Tag: Jedes Bild benötigt einen präzisen Alternativtext, der den Bildinhalt für Suchmaschinen und sehbehinderte Nutzer beschreibt.
  • Responsive Images: Die Webseite muss sicherstellen, dass für verschiedene Bildschirmgrößen die passende Bildgröße ausgeliefert wird.

Welche Aspekte der Barrierefreiheit (Accessibility) sind zu beachten?

Antwort: Barrierefreiheit stellt sicher, dass alle Nutzer, auch solche mit Einschränkungen, auf die Inhalte zugreifen können.

  • Aussagekräftige Alt-Tags: Sie sind die wichtigste Maßnahme und werden von Screenreadern vorgelesen.
  • Ausreichende Kontraste: Texte in Grafiken müssen einen ausreichenden Farbkontrast zum Hintergrund aufweisen, um lesbar zu sein.
  • Keine reinen Bild-Informationen: Wichtige Informationen sollten niemals ausschließlich in einer Grafik stehen, sondern immer auch als Text auf der Seite verfügbar sein.
  • Animationen stoppen: Animierte GIFs sollten nicht in einer Endlosschleife laufen oder eine Möglichkeit bieten, die Animation zu pausieren.

Was ist bei der Verwendung von Bildern rechtlich zu beachten (Urheberrecht)?

Antwort: Die Verwendung von Bildern ohne entsprechende Lizenz kann zu kostspieligen Abmahnungen führen. Es gibt folgende Hauptquellen:

  • Eigene Bilder und Grafiken: Die sicherste Methode, da das Urheberrecht beim Ersteller liegt.
  • Stockfoto-Anbieter:
    • Kostenpflichtig (z.B. Adobe Stock, Getty Images): Bieten Lizenzen für die kommerzielle Nutzung. Die Lizenzbedingungen müssen genau geprüft werden.
    • Kostenlos (z.B. Unsplash, Pexels): Bieten oft freizügige Lizenzen, aber auch hier sind die Bedingungen zu prüfen (z.B. ob eine Namensnennung erforderlich ist).
  • Creative Commons (CC) Lizenzen: Ein System, das verschiedene Freigabestufen definiert (z.B. CC0 für vollständige Freigabe). Die jeweilige Lizenz muss verstanden und eingehalten werden. Im Zweifel ist von einer Verwendung abzusehen oder rechtlicher Rat einzuholen.

Wie stellt man die Konsistenz des visuellen Brandings sicher?

Antwort: Visuelle Konsistenz stärkt die Marke. Dies wird erreicht durch:

  • Einen Styleguide: Definiert Farben, Schriftarten und Bildsprache.
  • Vorlagen (Templates): Für häufig genutzte Grafiktypen.
  • Einheitliche Bildbearbeitung: Anwendung eines ähnlichen Filters oder Stils.

Welche Tools eignen sich zur Erstellung von visuellen Inhalten?

Antwort:

  • Für einfache Grafiken: Canva, Adobe Express.
  • Für Infografiken: Piktochart, Infogram.
  • Für Screenshots: Snagit, Greenshot.
  • Für professionelles Design: Figma, Adobe Illustrator.
  • Für Bildkompression: TinyPNG, Squoosh.

Was ist die Schlussfolgerung für den Redaktionsprozess?

Antwort: Die Planung von visuellen Inhalten sollte bereits im Content-Briefing beginnen. Redakteure und Designer sollten zusammenarbeiten, um eine Einheit aus Text und Bild zu schaffen. Der strategische Einsatz von visuellen Elementen ist eine Notwendigkeit, um die Nutzererfahrung zu optimieren und komplexe Botschaften effektiv zu vermitteln.

Integration in die SEO-Strategie

Optimierte Bilder können in der Google Bildersuche ranken. Gute visuelle Inhalte verbessern zudem die Nutzersignale.

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