Redaktionelle KPIs: Content-Performance jenseits von Traffic
Warum sind spezifische redaktionelle KPIs notwendig?
Antwort: Redaktionelle Key Performance Indicators (KPIs) sind notwendig, um die Rezeption und Qualität eines Inhalts durch den Nutzer zu bewerten. Sie beantworten die Frage, ob ein Inhalt gelesen, verstanden und als hilfreich empfunden wird und ergänzen damit die Messung der reinen Auffindbarkeit.
Welche KPIs messen das Engagement der Nutzer mit dem Inhalt?
Antwort: Das Nutzer-Engagement wird durch Metriken gemessen, die eine Auseinandersetzung mit dem Inhalt signalisieren. Dazu zählen:
- →Durchschnittliche Engagement-Dauer (Average Engagement Time): Die Zeit, in der die Webseite im Vordergrund des Browsers aktiv war.
- →Lesetiefe (Scroll Depth): Der prozentuale Anteil der Seite, den ein Nutzer nach unten gescrollt hat.
Wie kann die Lesetiefe (Scroll Depth) als KPI genutzt werden?
Antwort: Die Lesetiefe gibt Aufschluss darüber, wie weit Nutzer in einen Artikel vordringen. Eine hohe Lesetiefe bei einem relevanten Anteil der Nutzer deutet darauf hin, dass der Inhalt als interessant wahrgenommen wird. Niedrige Werte können auf eine uninteressante Einleitung oder eine nicht erfüllte Erwartungshaltung hinweisen. Die Messung erfolgt über Web-Analyse-Systeme.
Welche Metriken geben Aufschluss über die Nutzerbindung?
Antwort: Die Nutzerbindung zeigt, ob Inhalte Nutzer dazu bewegen, wiederzukommen oder weiter auf der Seite zu interagieren. Relevante Metriken sind:
- →Anteil wiederkehrender Nutzer: Der Prozentsatz der Nutzer, die die Website bereits zuvor besucht haben.
- →Seiten pro Sitzung: Die durchschnittliche Anzahl an Seiten, die ein Nutzer während einer Sitzung aufruft.
Wie können qualitative Signale als KPIs erfasst werden?
Antwort: Qualitative Signale liefern kontextbezogene Einblicke. Sie können systematisch erfasst werden durch:
- →Sentiment-Analyse von Kommentaren: Die Bewertung, ob Nutzerkommentare zu einem Artikel überwiegend positiv, negativ oder neutral sind.
- →Analyse von Social-Media-Feedback: Die Erfassung und Kategorisierung von Reaktionen auf geteilte Inhalte in sozialen Netzwerken.
Was ist die Schlussfolgerung für das Content-Controlling?
Antwort: Die Integration von redaktionellen KPIs in das Content-Controlling ermöglicht ein umfassendes Verständnis der Content-Performance. Sie ergänzt die SEO-Perspektive um die Dimension der Nutzererfahrung. Redaktionelle Entscheidungen, beispielsweise zur Überarbeitung von Inhalten, können so auf einer erweiterten Datengrundlage getroffen werden, die nicht nur die Auffindbarkeit, sondern auch die Wirkung des Contents berücksichtigt.
Mit Thematischem Bezug
- →Key Performance Indicators (KPIs) in der SEO
- →Die Content-Architektur: Pillar-Pages und Topic-Cluster
