Porträt von Michael Kienzler
Über den Autor: Michael Kienzler

Michael Kienzler ist Partner und Gründer von OLDSCHOOLSEO. Seine Arbeit beginnt bei der Analyse der technischen Architektur und der Daten, um daraus die Potenziale für die redaktionelle und strategische Weiterentwicklung abzuleiten.

Content-Governance: Aufbau eines Redaktions-Frameworks

Was ist die Definition von Content-Governance?

Antwort: Content-Governance bezeichnet das System aus Prozessen, Rollen und Richtlinien, das die Erstellung, Verwaltung und Archivierung von Inhalten steuert. Während die Content-Strategie das "Was" und "Warum" definiert, regelt die Governance das "Wie" und "Wer" und sorgt für die Umsetzung der strategischen Ziele in der operativen Praxis.

Welche strategischen Ziele verfolgt ein Content-Governance-Framework?

Antwort: Die primären Ziele sind:

  • Qualitätssicherung: Sicherstellung eines einheitlichen Qualitätsniveaus für alle Inhalte.
  • Effizienzsteigerung: Definierte Prozesse und Verantwortlichkeiten reduzieren Reibungsverluste.
  • Rechtliche Absicherung: Standardisierte Prüfungen minimieren rechtliche Risiken.
  • Markenkonsistenz: Eine einheitliche Tonalität und visueller Stil stärken die Markenidentität.

Was sind die Kernkomponenten eines Content-Governance-Modells?

Antwort: Ein Governance-Modell besteht aus drei Komponenten:

  1. Rollen & Verantwortlichkeiten: Eine Definition, wer für welche Aufgabe im Content-Lebenszyklus zuständig ist.
  2. Workflows: Standardisierte Abläufe für Planung, Erstellung, Freigabe, Veröffentlichung und Archivierung von Inhalten.
  3. Richtlinien & Standards: Ein zentraler Styleguide, der qualitative, stilistische, rechtliche und technische Anforderungen dokumentiert.

Welche Rollen und Verantwortlichkeiten müssen definiert werden?

Antwort: Typische Rollen in einem redaktionellen Team sind:

  • Content Lead: Trägt die Verantwortung für Content-Strategie und -Qualität.
  • Autor: Erstellt den Inhalt gemäß Briefing und Richtlinien.
  • Lektor: Prüft den Text auf Grammatik, Stil und Korrektheit.
  • SEO-Manager: Stellt die SEO-Konformität sicher.
  • Rechtsabteilung: Prüft Inhalte auf rechtliche Risiken.

Wie wird ein Redaktions-Workflow standardisiert?

Antwort: Ein Workflow wird in Phasen gegliedert:

  1. Planung: Themenfindung, Keyword-Recherche, Erstellung eines Briefings.
  2. Erstellung: Verfassen des Rohtextes.
  3. Review: Prüfung durch Lektorat, SEO-Manager und weitere Instanzen.
  4. Publikation: Einpflegen des Inhalts in das CMS und Veröffentlichung.
  5. Archivierung/Pflege: Regelmäßige Überprüfung und Entscheidung über Aktualisierung oder Entfernung.

Welche Richtlinien sind Bestandteil eines Styleguides?

Antwort: Ein Styleguide dokumentiert unter anderem:

  • Tonalität (Brand Voice): Definition der Markenstimme (z.B. formell, informell).
  • Formatierung: Vorgaben für Überschriften, Listen, Fettungen.
  • Bildsprache: Anforderungen an die Auswahl und den Stil von Bildern.
  • SEO-Vorgaben: Checklisten für On-Page-Optimierung.
  • Rechtliche Vorgaben: Regeln zur Kennzeichnung von Werbung und zur Quellenangabe.

Was ist die Schlussfolgerung für die Vervielfältigung der Content-Produktion?

Antwort: Ein etabliertes Content-Governance-Framework ist die Voraussetzung für die Vervielfältigung der Content-Produktion. Es ermöglicht, die Qualität und Konsistenz auch bei einem wachsenden Team aufrechtzuerhalten. Governance wandelt implizites Wissen in explizite, übertragbare Regeln um und macht den Erfolg wiederholbar.

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