Porträt von Sandra Krone
Über den Autor: Sandra Krone

Sandra Krone ist Partnerin und Gründerin von OLDSCHOOLSEO. Ihre Arbeit beginnt bei der Analyse der Nutzerintention und der Content-Strategie, um daraus die Anforderungen für die redaktionelle und technische Umsetzung abzuleiten.

User Experience (UX) als Rankingfaktor

Frage: Welchen Einfluss hat die User Experience auf das Ranking?

Antwort: Die User Experience (UX) beschreibt die Gesamtheit der Erfahrungen eines Nutzers bei der Interaktion mit einer Webseite. Die zentrale Aufgabe der UX im SEO-Kontext ist die Erfüllung der Suchintention. Obwohl UX kein einzelner, direkter Rankingfaktor ist, besteht eine starke Korrelation zwischen positiven Nutzererfahrungen und guten Rankings, da Suchmaschinen darauf optimiert sind, die Intention des Nutzers zu befriedigen.

1. Erfüllung der Suchintention

Die Suchintention (informational, navigational, transactional, commercial) ist der primäre Ankerpunkt der UX. Eine Seite liefert eine positive UX, wenn ihr Inhalt und ihre Funktionalität die Erwartungshaltung des Nutzers, die sich aus seiner Suchanfrage ergibt, präzise erfüllen. Negative Nutzersignale entstehen oft aus einer Nichterfüllung dieser Intention.

2. Indirekte Ranking-Signale durch Nutzerverhalten

Aggregierte und anonymisierte Nutzersignale dienen Suchmaschinen als Indikatoren für die Content-Qualität:

  • Verweildauer (Dwell Time): Die Zeitspanne zwischen dem Klick auf ein Suchergebnis und der Rückkehr zur Suchergebnisseite (SERP).
  • Pogo-Sticking: Das schnelle Zurückspringen eines Nutzers von einer Zielseite zur SERP, um ein anderes Ergebnis anzuklicken. Dies ist ein potenziell negatives Signal.
  • Click-Through-Rate (CTR) in den SERPs: Das Verhältnis von Klicks zu Impressionen. Eine hohe CTR kann auf ein relevantes Snippet (Titel/Beschreibung) hindeuten.

3. Technische und strukturelle UX-Faktoren

Technische und strukturelle Elemente sind die Grundlage für eine positive UX:

  • Page Experience Signale: Google fasst hierunter technische Metriken zusammen. Dazu gehören die Core Web Vitals (LCP, INP, CLS), Mobile-Friendliness, HTTPS und die Vermeidung von störenden Interstitials (z.B. aufdringliche Pop-ups).
  • Barrierefreiheit (Accessibility): Die Gestaltung einer Webseite, sodass sie auch von Menschen mit Behinderungen (z.B. mit Screenreadern) genutzt werden kann. Dies ist ein Qualitätsmerkmal für eine nutzerzentrierte Seite.
  • Intuitive Navigation und Seitenstruktur: Eine logische Menüführung und eine klare Hierarchie der Inhalte (Überschriften, Listen) ermöglichen es Nutzern, Informationen effizient zu erfassen und zu finden.

Fazit

User Experience ist ein integraler Bestandteil der SEO. Die Optimierung für den Nutzer – durch die Erfüllung der Suchintention, schnelle Ladezeiten, Barrierefreiheit und klare Strukturen – ist eine direkte Investition in die organische Sichtbarkeit. Eine Webseite, die eine positive Nutzererfahrung bietet, wird von Suchmaschinen tendenziell als relevanter eingestuft und besser positioniert.

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