by Sandra Krone

Veröffentlicht:

Aktualisiert:

On-Page-SEO: die wichtigen Elemente

On-Page-SEO macht Thema, Zweck und Bestandteile einer einzelnen URL für Menschen und Suchsysteme eindeutig. Dazu gehören ein passender Seitentitel, eine eigenständige Zusammenfassung, eine lesbare Überschriftenfolge, aussagekräftige Bildalternativen und Links mit definiertem Ziel. Diese Elemente geben Google Hinweise; ein bestimmtes Snippet oder eine Platzierung in den Suchergebnissen erzwingen sie nicht.

Kurzantwort

Bearbeite zuerst den sichtbaren Inhalt und seine Gliederung. Prüfe dann die Angaben im <head>: <title> und meta name="description". Beschreibe Bilder nur dort, wo sie eine Information oder Funktion tragen. Setze interne Links als echte a-Elemente mit href und einem Anker, der das Ziel benennt.

Die Seite soll eine Aufgabe lösen und keine Keywords wiederholen. Google empfiehlt Inhalte, die Menschen helfen, verlässlich sind und nicht primär Suchsysteme beeinflussen sollen.

Die wichtigen Elemente einer Seite

Title: den Seitentitel benennen

Der <title> steht im HTML-<head>. Google kann ihn als Quelle für den Title Link im Suchergebnis nutzen. Auch die sichtbare Hauptüberschrift, andere hervorgehobene Texte, Ankertexte und Verweise auf die URL können in diese Auswahl eingehen. Google erstellt Title Links automatisiert.

Schreibe deshalb für jede indexierbare URL einen eigenen, beschreibenden und knappen Title. Nenne das Thema so, wie es die Seite tatsächlich behandelt. Wiederhole keine Wortfolgen und hänge keine lange Standardformel an jede URL. Google nennt keine feste Zeichenzahl; der angezeigte Title Link richtet sich unter anderem nach der Gerätebreite und kann gekürzt ausfallen.

<title>On-Page-SEO: Title, Meta und Alt-Texte prüfen | OLDSCHOOLSEO</title>

Der Title und die sichtbare H1 dürfen unterschiedlich formuliert sein. Beide müssen jedoch dieselbe Seite meinen. Widersprechen sie sich, kann Google einen anderen Title Link wählen.

Meta-Description: den Seiteninhalt zusammenfassen

Die Meta-Description steht ebenfalls im <head>. Google erzeugt Snippets überwiegend aus dem Seiteninhalt. Wenn die Description die URL treffender beschreibt, kann Google sie verwenden. Je nach Suchanfrage kann dieselbe Seite verschiedene Snippets erhalten.

Schreibe für wichtige URLs eine eigene Description, die Inhalt, Zielgruppe und Nutzen zusammenfasst. Das Feld braucht keine feste Zeichenlänge. Google kürzt Snippets bei Bedarf an der verfügbaren Breite. Eine Aneinanderreihung von Keywords beschreibt keine Seite und hilft Lesenden nicht.

<meta
  name="description"
  content="Prüfe Title, Meta-Description, Überschriften, Alt-Texte und interne Links einer einzelnen Seite."
/>

Die Description ersetzt keinen verständlichen Einstieg auf der Seite. Der sichtbare Text bleibt die wichtigste Grundlage für ein Snippet.

Überschriften: Abschnitte nach ihrer Aufgabe gliedern

Überschriften teilen den Inhalt in nachvollziehbare Abschnitte. Im HTML-Standard kennzeichnet h1 eine oberste Ebene, h2 eine Unterebene und h3 die nächste Stufe.

Setze eine eindeutige, sichtbare Hauptüberschrift an den Anfang des Artikelinhalts. Danach folgt die Gliederung der Sache: h2 für Hauptabschnitte, h3 nur für Teilfragen. Überschriften sollen den Absatz ankündigen, nicht Suchbegriffe sammeln. Eine Überschrift wie „Alt-Texte für informative Bilder schreiben“ sagt mehr als „Bild-SEO Tipps“.

Für die redaktionelle Reihenfolge von Themen, Zuständigkeiten und Veröffentlichungen führt der Leitfaden Content Marketing und SEO-Redaktion weiter. Diese Seite bleibt bei den Elementen einer einzelnen URL.

Alt-Texte: Bildinhalt oder Funktion in Worte fassen

Das alt-Attribut beschreibt den Inhalt oder die Funktion eines img-Elements. Bei einem informativen Foto oder einer einfachen Grafik fasst ein kurzer Text die relevante Aussage zusammen. Bei einem Bildlink beschreibt der Alternativtext das Linkziel oder die Handlung. Bei einer komplexen Grafik gehört die enthaltene Aussage zusätzlich als Text oder Tabelle auf die Seite.

Reine Dekoration braucht keine vorgelesene Wiederholung. Setze dafür alt="". Das W3C nennt auch Bilder mit bereits danebenstehendem Text als Fall für einen leeren Alternativtext.

<img
  src="on-page-checkliste.webp"
  alt="Checkliste mit Title, Meta-Description, Überschriften und Alt-Texten"
/>

Der Alt-Text soll nicht mit „Bild von“ beginnen und keine Liste verwandter Suchbegriffe enthalten. Google nutzt ihn zusammen mit dem Seitenkontext und Verfahren der Bilderkennung, um Bildthemen einzuordnen; zugleich hilft er Menschen, die Bilder nicht sehen oder nicht laden können. Die technische Ausführung von Textalternativen und anderen Anforderungen vertieft der Beitrag Barrierefreie Websites technisch umsetzen.

Interne Links: den nächsten fachlichen Schritt zeigen

Ein interner Link verbindet zwei Aufgaben. Er braucht ein HTML-a-Element mit href, ein erreichbares Ziel und beschreibenden Ankertext. Google kann solche Links zum Auffinden weiterer Seiten verwenden. Ein Anker wie „Grundlagen der technischen SEO verstehen“ erklärt sein Ziel besser als „weiterlesen“.

Setze Links im Satz, der den Anlass liefert. Verweise aus einer On-Page-Checkliste etwa auf Technisches SEO: Infrastruktur, Architektur und Jamstack, wenn Crawling, Indexierbarkeit oder Rendering geprüft werden sollen. Für Einordnung und Begriffe dient der Beitrag Was ist Suchmaschinenoptimierung (SEO)?. Eine bloße Linkliste löst keine Folgeaufgabe.

Ablauf: eine URL in fünf Schritten bearbeiten

  1. →Aufgabe festlegen: Schreibe auf, welche Frage oder Handlung die URL abdeckt. Gleiche Title, H1, Einleitung und Hauptabschnitte darauf ab.
  2. →Sichtbaren Text ordnen: Gib jedem Hauptaspekt eine passende H2. Ergänze H3 nur, wenn ein Abschnitt Teilaspekte braucht. Nenne Quellen, Datenstände und Zuständigkeiten dort, wo die Aussage sie verlangt.
  3. →Title und Description schreiben: Formuliere beide Angaben nach dem fertigen Inhalt. Prüfe, ob sie zu genau dieser URL passen und sich von ähnlichen Seiten unterscheiden.
  4. →Bilder prüfen: Schreibe Alt-Texte für informative oder funktionale Bilder. Markiere dekorative Bilder mit leerem alt. Ergänze bei Diagrammen deren Aussage im Fließtext oder in einer Tabelle.
  5. →Links testen: Verlinke fachlich passende Folgeschritte. Prüfe im gerenderten HTML, ob jeder wichtige Link ein <a href="…"> mit aussagekräftigem Text enthält und direkt zum vorgesehenen Ziel führt.

Prüfkriterien vor der Veröffentlichung

ElementPrüfungBefund, der Nacharbeit verlangt
SeitenthemaTitle, H1, Einstieg und H2 behandeln dieselbe Aufgabe.Title verspricht ein Thema, das der Text nicht beantwortet.
TitleDer <title> beschreibt die einzelne URL, bleibt knapp und wiederholt keine Wörter.Mehrere URLs tragen denselben oder fast denselben Title.
Meta-DescriptionDie Description fasst Inhalt dieser URL zusammen.Eine pauschale Standardbeschreibung steht auf vielen Seiten.
ÜberschriftenH2 und H3 bilden eine lesbare Sachgliederung.Eine Überschrift enthält nur Schlagwörter oder kündigt keinen Abschnitt an.
BilderInformative Bilder erhalten einen zweckbezogenen Alt-Text; Dekoration erhält alt="".Der Alt-Text wiederholt Schlüsselwörter oder lässt eine relevante Grafik unerklärt.
Interne LinksAnker, Kontext und Ziel passen zusammen; das Ziel lädt direkt.Anker wie „hier“ oder „mehr erfahren“ verschleiern die Folgeaufgabe.
Sichtbarer InhaltDie Antwort steht als Text auf der URL und belegt zeitabhängige Aussagen.Wichtige Information steckt nur in einem Bild oder nicht erreichbaren Skriptzustand.

Prüfe diese Punkte im veröffentlichten HTML und nicht nur im CMS-Editor. Bei JavaScript-Links oder dynamisch eingefügtem Text zeigt die URL-Prüfung in der Search Console, was Googlebot beim Abruf erhielt.

Grenzen von On-Page-SEO

Ein sauberer Title veranlasst Google nicht, genau diesen Title Link anzuzeigen. Eine Meta-Description legt das Snippet nicht fest. Google wählt beide Ausgaben automatisiert und abhängig von Seite sowie Suchanfrage.

On-Page-Elemente lösen auch keine technische Sperre. Ein noindex, blockiertes Crawling, fehlerhafte Weiterleitungen oder eine nicht erreichbare Seite gehören in die technische Diagnose. Ebenso ersetzt diese Checkliste kein Keyword-Mapping, keine Recherche und keine fachliche Freigabe.

Für Googles KI-Funktionen gilt derselbe Rahmen: Für AI Overviews und AI Mode fordert Google kein Sonder-Markup und keine eigene KI-Datei. Eine URL muss indexiert sein und für ein Snippet in der Google-Suche infrage kommen; auch dann garantiert Google keine Ausspielung. Diese Aussage gilt für die genannten Google-Suchfunktionen, nicht für andere Suchmaschinen oder KI-Dienste.

Häufige Fragen zu On-Page-SEO

Muss die H1 mit dem Title identisch sein?

Nein. Beide Texte sollen dasselbe Thema benennen. Der Title steht im Dokumentkopf und kann knapp formulieren. Die H1 führt sichtbar in die Seite. Google kann bei der Wahl des Title Links beide Quellen neben weiteren Seitensignalen berücksichtigen.

Gibt es eine verbindliche Zeichenlänge für Title und Meta-Description?

Nein. Google nennt für beide Elemente keine feste Zeichengrenze. Die Darstellung richtet sich unter anderem nach der Gerätebreite. Formuliere den Text genau. Die bloße Zeichenzahl entscheidet nicht.

Verbessert eine Meta-Description die Platzierung?

Google beschreibt die Meta-Description als mögliche Quelle für ein Snippet. Das Feld fasst die Seite für Suchende zusammen, steuert die Snippet-Auswahl aber nicht verbindlich. Aus dieser Funktion folgt keine zugesagte Platzierung.

Braucht jedes Bild einen langen Alt-Text?

Nein. Ein Alt-Text soll die Information oder Funktion des Bildes vermitteln. Dekorative Bilder erhalten ein leeres alt-Attribut. Bei komplexen Diagrammen ergänzt ein Text oder eine Tabelle die Daten auf der Seite.

Brauche ich für AI Overviews oder AI Mode eigene On-Page-Tags?

Nein. Google nennt keine zusätzlichen Tags oder spezielle Schema.org-Auszeichnung für diese Funktionen. Halte die allgemeinen technischen Voraussetzungen ein, mache wichtige Inhalte als Text auffindbar und gleiche strukturierte Daten mit dem sichtbaren Text ab.

Nächster Schritt

Lege für die wichtigsten URLs eine Prüfliste mit Title, Description, H1, Überschriften, Bildalternativen und Ziel-Links an. Bearbeite je URL nur die Befunde, die ihre Aufgabe schärfen. Das SEO-Content-Template gibt diesem Schritt einen festen Arbeitsrahmen. Für Analyse und On-Page-Optimierung bietet OLDSCHOOLSEO Suchmaschinenoptimierung Stuttgart an.

Projektanfrage per E-Mail senden · Erstgespräch mit Sandra buchen


Sandra Krone und Michael Kienzler | Seriöse Suchmaschinenoptimierung aus Stuttgart | Seit 2018

▋
Porträt von Sandra Krone
Über den Autor: Sandra Krone

Sandra Krone ist Partnerin und Gründerin von OLDSCHOOLSEO. Ihre Arbeit beginnt bei der Analyse der Nutzerintention und der Content-Strategie, um daraus die Anforderungen für die redaktionelle und technische Umsetzung abzuleiten.

On-Page-SEO: die wichtigen Elemente | OLDSCHOOLSEO