Porträt von Sandra Krone
Über den Autor: Sandra Krone

Sandra Krone ist Partnerin und Gründerin von OLDSCHOOLSEO. Ihre Arbeit beginnt bei der Analyse der Nutzerintention und der Content-Strategie, um daraus die Anforderungen für die redaktionelle und technische Umsetzung abzuleiten.

Kostenstruktur von Jamstack-Projekten

Frage: Woraus setzen sich die Kosten eines Jamstack-Projekts zusammen?

Antwort: Die Kostenstruktur von Jamstack-Projekten setzt sich primär aus vier entkoppelten Komponenten zusammen, die die monolithischen Kosten traditioneller Architekturen ersetzen:

  • Entwicklungsaufwand: Die initiale Erstellung der Webseite, die Anbindung an ein Headless CMS und die Konfiguration des Build-Prozesses (häufig der größte initiale Kostenblock).
  • Hosting und Deployment: Kosten für die Bereitstellung statischer Dateien (CDN) und die Ausführung der automatisierten Build-Prozesse.
  • Headless CMS: Lizenzgebühren für das Content-Management-System, die je nach Anbieter, Nutzeranzahl und Funktionsumfang variieren.
  • API-Dienste von Drittanbietern: Laufende Kosten für spezialisierte Dienste wie z.B. Authentifizierung (Auth0), Suche (Algolia) oder Formularverarbeitung.

Frage: Wie funktioniert das Hosting und Deployment mit Netlify?

Antwort: Plattformen wie Netlify bieten eine integrierte Lösung für das Hosting und Deployment von Jamstack-Seiten, die auf einer Continuous-Integration/Continuous-Deployment (CI/CD)-Pipeline basiert:

  1. Code-Repository: Der Quellcode der Webseite wird in einem Git-Repository (z.B. GitHub) verwaltet.
  2. Automatisierter Build-Prozess: Bei jeder Code-Änderung (git push) oder Inhaltsänderung (Webhook vom CMS) startet die Plattform automatisch den Build-Prozess (Static Site Generator baut die Webseite neu).
  3. Atomares Deployment: Nach einem erfolgreichen Build werden die neuen statischen Dateien atomar (vollständig und ohne Ausfallzeit) auf dem globalen Content Delivery Network (CDN) bereitgestellt.

Frage: Welche Kosten entstehen bei der Nutzung von Netlify?

Antwort: Netlify bietet ein gestaffeltes Preismodell, das auf monatlichen Kontingenten basiert. Für viele kleine Projekte ist der kostenlose "Free"-Tarif ausreichend. Die Kosten entstehen typischerweise erst bei Überschreitung der Freigrenzen für:

MetrikKostenentstehung
Build-MinutenZeit, die der Static Site Generator für das Neuerstellen der Seite benötigt.
BandbreiteÜbertragenes Datenvolumen vom CDN an die Nutzer (pro GB).
Serverless FunctionsAusführung der Backend-Logik für dynamische Funktionen (pro Aufruf und Zeit).

Frage: Welche Rolle spielen die Kosten für ein Headless CMS?

Antwort: Die Kosten für ein Headless CMS sind ein variabler Faktor. Viele Anbieter (z.B. Sanity, Contentful) bieten kostenlose Einsteiger-Tarife an, die für kleine bis mittelgroße Projekte oft ausreichend sind. Kostensteigerungen entstehen in der Regel bei einer höheren Anzahl von Redakteuren, mehr Inhaltstypen (Content Models), erweiterten API-Limits (Traffic) oder zusätzlichen Support-Anforderungen.

Frage: Schlussfolgerung: Welches Ergebnis liefert die Analyse?

Antwort: Die Analyse zeigt, dass die laufenden Betriebskosten (Operational Expenses, OpEx) für den Betrieb einer Jamstack-Webseite im Vergleich zu traditionellem Hosting oft geringer sind. Der primäre Kostenfaktor ist der initiale Entwicklungsaufwand (Capital Expenses, CapEx). Langfristig können jedoch durch die geringere Wartungsanfälligkeit (keine Server-Updates) und die hoch-skalierbare Natur der Architektur signifikante Einsparungen erzielt werden.

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